Gartenkunst

Gartenkunst geht über die Nutzbarmachung von Land hinaus zur ästhetischen Gestaltung - sie ist die Verbindung von gärtnerischer Arbeit und künstlerischer Kreativität


Sonntag, 24. Januar 2016

Gartenlandschaft und Weihnachtskrippe in Cerreto Guidi

Was haben Gartenkunst und eine Weihnachtskrippe miteinander zu tun? Vor unserem Besuch in dem toskanischen Städtchen Cerreto Guidi hätte ich das nicht beantworten können.
Die Liebe zur heimischen Landschaft, der Stolz auf das regionale Handwerk und die regionale kleinbäuerliche Landwirtschaft scheint in der Toskana viel stärker ausgeprägt zu sein als in den meisten Gegenden in Deutschland.
Auf der Krippenausstellung in Cerreto Guidi besuchten wir auch den Raum mit der gehäkelten Krippe, an der 50 Frauen und zwei Männer ein Jahr lang gearbeitet hatten. Hier ging es nicht (nur) um die Darstellung der biblischen Szene, sondern im Wesentlichen um die Darstellung der Region, ihrer Bewohner, ihres Handwerks, der Landwirtschaft und deren Produkte.
Auf dem ersten Bild erkennt man die Krippe im Hintergrund, vorn eine Gärtnerin in ihrem Gemüsegarten mit Cardy, Mangold, Radicchio, Zucchini und Fleischtomaten. Das Werkzeug lehnt am Gartenzaun.







Kürbis, Rüben, Schwarzkohl und Wirsing wachsen in diesem Garten


Im Hintergrund erkennt man Zypressen und Olivenbäume



Auch der Gärtnersmann präsentiert stolz seine Ernte




Die Nachbarn haben einen Esel und einen Rosenbogen mit gelben Rosen über der Tür…
In dem langen umzäunten Beet wachsen die leckeren kleinen violetten Artischocken.


Ein wenig außerhalb des Dorfes hütet ein Schäfer seine Herde, man erkennt ein Getreidefeld mit Mohnblumen darin, Sonnenblumen und Zypressen im Hintergrund.


Langsam geht das Licht aus und die Fackeln der Menschen fangen an zu leuchten…



Eine idealisierte ländliche Idylle, wie man sie sich wünschen würde. Und doch, in dieser Gegend hat sie sich noch erhalten - beim Wandern sieht man solche Gärten, man trifft auf Schafherden und läuft an kleinen Feldern entlang. Die Produkte dieser Landwirtschaft findet man natürlich nicht im Supermarkt, wohl  aber in kleineren Läden und auf den Märkten. Hier kauft man nicht einfach Artischocken, sondern wird gefragt, ob sie roh oder zum Kochen verwendet werden sollen… ein Paradies für Genießer! 

Mehr über den Krippenweg von Cerreto Guido gibt es auf meinem privaten Blog zu sehen.





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