Gartenkunst

Gartenkunst geht über die Nutzbarmachung von Land hinaus zur ästhetischen Gestaltung - sie ist die Verbindung von gärtnerischer Arbeit und künstlerischer Kreativität


Mittwoch, 15. August 2012

"GartenArt", das Kundenmagazin der Gärtner von Eden

Die "Gärtner von Eden" sind mir seit Jahren über die leider eingestellte Zeitschrift "Eden - Das Magazin zur Gartengestaltung" bekannt. Mir hat das "Eden" besonders in den ersten Jahren sehr gut gefallen. Nach dem großen Relaunch, der das Heft populärer machen sollte, war es mir persönlich zu unspezifisch und etwa zu flach geworden.

Im September 2011 brachte die Genossenschaft der Gärtner von Eden das erste Heft der "GartenArt" heraus, ein eigenes Kundenmagazin.
Unter "Kundenmagazin" versteht der Kunde normalerweise eine Art kostenlose Werbebroschüre, bei Gartenthemen mit jahreszeitlichem Bezug und aktuellen Angeboten. Bei diesem Heft sieht das etwas anders aus: "GartenArt" ist eine Zeitschrift zum Thema Gartengestaltung, die zweimal im Jahr erscheint und sieben Euro bzw. acht Schweizer Franken kostet.
Dafür bietet sie Themen, die im direkten oder weiteren Sinne von Gartengestaltung handeln. Das Heft 1/12 habe ich mir schicken lassen um es hier vorzustellen.

 Nah dran und sehr interessant fand ich den Artikel "Die Gärten des Aga Khan". Hier geht es nicht um private Luxusgärten, sondern um grüne Oasen in Kabul, Kairo, Delhi und anderen Orten, die der Bevölkerung zur Verfügung stehen. In Kairo zum Beispiel ließ Karim Aga Khan den riesigen, über fünfhundert Jahre lang gewachsenen Müllberg abtragen und auf den 32 Hektar Fläche im Herzen der Stadt einen Park errichten. Vor dem Bau des "Al Azhar Parks" war die Grünfläche in Kairo pro Person gerade mal so groß wie ein Fußabdruck.
In dem Artikel "Geht´s nicht, gibt´s nicht" beschreiben einige der Gärtner von Eden besonders ausgefallene Wünsche ihrer Kunden - zum Beispiel eine Rennstrecke für Bobby-Cars, ein "Skywalk-Garten" im Ruhrgebiet, ein nach astronomischen Aspekten gestalteter Garten für einen Physikprofessor, der sich intensiv mit kosmischer Zeitmessung beschäftigt. "Wie Stonehenge, nur ohne Hinkelsteine" bringt Gartendesigner Joerma Biernath letzteres Konzept auf den Punkt.
Spannend auch das Projekt der Brüder Kühn: sie führen Deutschlands einziges Baumarchiv.
Der Generationengarten, die Herausforderung der Gestaltung kleiner Gärten, der Wert eines Gartens sind weitere Themen. Etwas "weiter weg" aber sehr passend fand ich den Beitrag von Dr. Volkmar Kramarz über die Bedeutung des Gartens in Liedern. Unter der Rubrik "Geniessen" ging es um Olivenöl, das kam mir überflüssig vor - kein Bezug zum Gärtnern, und ein allzu verbreitetes Thema.
Auf den ersten Blick wirkt das Heft sehr schmal, würde man die sonst übliche Werbung dazu rechnen, käme es wohl auf den doppelten Umfang. Explizite Werbung gibt es nur auf der Rückseite des Covers vorn und auf dem hinteren Cover beidseitig. Man könnte die vier Seiten "Stil und Design" zur Werbung zählen, hier werden aber ausgesuchte Produkte in schönem Design vorgestellt - durchaus eine Bereicherung. Die eigentliche Werbung ist der Inhalt des Heftes  - Themen um gute Gartengestaltung, vorgestellt von Profis mit Qualitätsanspruch.
Die Bestellung eines Einzelheftes zum Kennenlernen ist möglich, man muss nicht gleich abonnieren.
Mir gefällt´s!

Hier geht es zu GartenArt:

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