Gartenkunst oder Wege nach Eden

Gartenkunst

Gartenkunst geht über die Nutzbarmachung von Land hinaus zur ästhetischen Gestaltung - sie ist die Verbindung von gärtnerischer Arbeit und künstlerischer Kreativität


Samstag, 15. August 2015

Im Reich des Fauns - Il Bosco de la Ragnaia

Einer der für mich faszinierendsten italienischen Gärten, die ich bis jetzt besucht habe, ist der Künstlergarten "Il Bosco della Ragnaia" in San Giovanni d'Asso. Der Ort liegt nordwestlich von Montepulciano, südöstlich von Siena etwa auf der Höhe des Lago Trasimeno. Ein Stück vor dem nördlichen Ortseingang von San Giovanni d'Asso sieht man von der Strada Provinciale del Pecorile  rechter Hand auf einen Teil des Gartens, der auf den ersten Blick wie eine typisch toskanische Landschaft erscheint. Erst beim zweiten Hinsehen nimmt man die ersten Gestaltungsmerkmale war.



Der Eingang zu dem privaten Garten - eher ein neun Hektar großer privater Landschaftspark - ist ein kleiner Weg, den man leicht übersehen kann. Kein großes Hinweisschild, kein Zaun, kein Kassenhäuschen - der Eintritt ist frei und der Zutritt "von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang" erlaubt. 
Der amerikanische Künstler Sheppard Craige erwarb das an einem steilen Hang gelegene Waldstück 1995 und bekam später noch das von der Straße aus sichtbare offene Gelände dazu.


Unter dem Motto "se non qui, dove?" - wenn nicht hier, wo dann? - fing er an, in dem Waldstück einen Garten anzulegen, der sich an den klassischen italienischen Gärten orientiert, aber auch stark von den romantischen Idealen der englischen Dichtergärten aus dem 19. Jahrhundert inspiriert ist.
Dabei folgte der Künstler keinem vorher festgelegten Plan, sondern ließ sich von dem Gelände, den vorhandenen Bäumen und möglichen Ausblicken inspirieren.
Auf der Webseite des Gartens steht "Sheppard erzählt von lang vergangenen Zeiten, in denen der Wald von Weisen regiert wurde". 
Steigt man die im Steilhang angelegten Treppenstufen hinab, so gelangt man in eine mystisch wirkende Welt. Man fühlt sich an eine Grabungstätte mit Ruinen vorchristlicher Tempel und vergessene Kultstätten versetzt. Aus Tuffstein wurden Grundrisse erstellt, die von Moos überwachsen wirken als wären sie schon seit Jahrhunderten an diesem Platz.












Ein kleiner Altar mitten im Wald ist einer  Bronzefigur gewidmet - erschaffen von der Künstlerin Frances Lansing, Sheppards Ehefrau. Ihre kleinen, sorgfältig ausgearbeiteten Skulpturen aus Bronze oder Terracotta sind überall in dem Garten zu finden und verstärken den mystischen Eindruck. Häufig sind es Faune, aber auch menschliche Figuren und verschiedene Tiere wie Eidechsen, Hunde und Vögel.







Ein weiteres wiederkehrendes Element in Sheppard's Reich sind Steintafeln mit gravierten Sprüchen. Die meisten davon sind in italienischer Sprache, so ein Zitat Heisenbergs "Was wir betrachten, ist nicht die Natur an sich, sondern eine mit unseren Methoden untersuchte Natur". 





Ein breiter Weg führt aus dem Waldstück hinaus in das offene Gelände. Hier kommen die Sichtachsen, Baumreihen und gestalteten Plätze stärker zum tragen als im Wald. Der "antike" Eindruck bleibt jedoch auch hier spürbar. Zypressen, Quitten, Ahorn und Eichen, Wege, Mauern und Hecken sind die Gestaltungselemente die das ehemalige Feld zu einem Garten verwandeln.



Der Pavillon mit den weißen Wisterien liegt im oberen Teil des Geländes, nicht weit von hier führt eine Straße vorbei.


Weiter unten ist ein weiterer Pavillon mit Sitzplätzen im Schatten


Auf dem Rückweg vom offenen Gelände in Richtung des Waldwegs, der wieder aus dem Garten heraus führt, hat man noch mal einen großartigen Blick. 


Neuigkeiten (wie zum Beispiel ob der Garten aktuell geöffnet ist) findet man auf der Webseite des Gartens. Für Besucher gelten die  "Rules of the Woods". Unter dem Reiter "Contacts" findet man auch die Karte.

Auf diesen Garten wurden wir durch das großartige Buch "Gartenkunst & Künstlergärten" von Tassilo Moser aufmerksam, aus dessen Beschreibung (ab Seite 290) viele Informationen zu diesem Post stammen. Absolute Leseempfehlung für Italienurlauber mit Interesse an Gärten!
(Klick auf das Bild führt zum Amazon Link)

Dienstag, 9. Juni 2015

Päonia rockii - zarte Blüten, robuste Pflanzen

Päonia rockii sind eine aus China stammende Wildart der Baum- oder Strauchpfingstrosen, die sich durch hohe Winterhärte und gute Wüchsigkeit auszeichnen. Charakteristisch für die "Rockies" sind die  dunklen Basalflecken auf den Blütenblättern. Sie blühen als früheste Pfingstrosen und sind ein Höhepunkt in meinem  Gartenjahr. Sie sind nicht nur zur Blütezeit schön - sobald die Pflanze austreibt wirkt sie attraktiv und spätestens wenn die Knospen sichtbar werden ist die Vorfreude groß. Auch die Samenstände sind dekorativ. Die ganze Pflanze wirkt ähnlich wie ein kleiner grüner Zierahorn. Je nach Sorte werden sie bis zu 180 cm hoch und können ebenso breit werden. Man kann sie in der Gartengestaltung als Ziersträucher einsetzen, ihr Laub färbt sich im Herbst rötlich. Es gibt ungefüllt, halbgefüllt und stark gefüllt blühende Sorten in Farben von weiß über rosa und rot zu violetten Tönen.


Traumhafte Schönheit: Päonia rockii R 54 Picotee Ebert © Barbara Ehlert 2015

In meinem Garten habe ich vier dieser Schönheiten, eine weiße gefüllte, eine in zartem Violett, eine "Picotee" mit dunklem Rand und eine in kräftigerem Violett. 
Auf den folgenden Bildern entfaltet sich 'Katrin', eine mittelfrüh blühende Sorte mit riesigen halbgefüllten Blüten.

Päonia rockii 'Katrin' © Barbara Ehlert 2015

Päonia rockii 'Katrin' © Barbara Ehlert 2015

Päonia rockii 'Katrin' © Barbara Ehlert 2015

Die früheste im Reigen ist diese gefüllte Sorte des Züchters Ebert, die ich unter der Bezeichnung "R 55 Ebert" bestellt habe. In Carsten Burkhardt's Web Project Paeonia findet sich mehr über die Ebert-Päonien.

Päonia rockii R 55 Ebert © Barbara Ehlert 2015

Ein absoluter Traum ist "R 54 Zuchau (Picotee) Ebert" - sie hätte wahrlich einen poetischeren richtigen Sortennamen verdient!

Päonia rockii R 54 Picotee Ebert © Barbara Ehlert 2015
Päonia rockii R 54 Picotee Ebert © Barbara Ehlert 2015

Päonia rockii R 54 Picotee Ebert © Barbara Ehlert 2015


Die dunkelste unter meinen Rockiies ist 'Souvenir de Ingo Schiewe', eine 
Auslese aus dem botanischen Garten Düsseldorf, der an den früh verstorbenen Gärtner Ingo Schiewe erinnert.

Päonia rockii 'Souvenir de Ingo Schiewe' © Barbara Ehlert 2015

 Diese weiße Päonie ist wieder eine Ebert-Züchtung mit der Bezeichnung "R63 Zuchau Ebert"

Päonia rockii R 63 Zuchau Ebert © Barbara Ehlert 2015

Päonia rockii R 63 Zuchau Ebert © Barbara Ehlert 2015

'Souvenir de Ingo Schiele' in den letzten Sonnenstrahlen - das wärmere Licht verfremdet den Farbton

Päonia rockii 'Souvenir de Ingo Schiewe' © Barbara Ehlert 2015

Päonia rockii 'Souvenir de Ingo Schiewe' © Barbara Ehlert 2015



Meine Pflanzen habe ich von Tetzlaff (pfingstrosen-paradies.de/rockii-hybride-sorten) und aus der Pfingstrosengärtnerei Steffen Schulze (strauchpaonien/rockii-hybriden).
Es ist etwas spät in der Saison für diesen Post - wo doch die Rosenzeit schon begonnen hat! - aber ich wollte ihn dennoch nicht bis ins nächste Jahr schieben. 
Die Pflanzzeit für Päonien ist im Herbst. Die Strauchpäonien werden im Gegensatz zu den Staudenpäonien tiefer gepflanzt, sie entwickeln sich aber schneller und zeigen meist im zweiten Jahr die ersten Blüten. 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Frische Ideen für die Balkon-Gestaltung

Nicht alle Garten- und Pflanzenliebhaber haben das Glück, einen eigenen Garten zu besitzen. Manch einer hat "nur" einen Balkon - und für viele ist der Balkon schon ein großes Glück und reicht ihnen als Außenbereich völlig aus.
Getreu dem Motto, dass der Platz umso wertvoller wird, je weniger man davon hat, sollte man sich den Balkon so schön wie möglich einrichten. Ob das dann bedeutet, möglichst viele Pflanzen darauf unterzubringen wie eine liebe fb-Freundin am Bodensee das mag (und im Hochsommer kaum noch Platz für einen kleinen Stuhl in ihrem Dschungel übrig hat) oder ob es um ein zusätzliches Ess- Arbeits- Raucher- oder Feierabendzimmer draußen geht - es gibt viele Möglichkeiten. 
Auf der Online-Platform "homify-Inspiration Wohnen!" habe ich einige Ideen gefunden, die ich hier gern vorstellen möchte. Sicher sind einige davon recht kostspielig, aber vielleicht geben sie dennoch Inspirationen die zu eigener Umsetzung anregen. Oder aber man gönnt sich das mal, wenn man kann.

(Achtung, dies ist ein gesponserter Artikel für den ich ein Entgelt bekomme - Thema und Auswahl des Inhalts, Texterstellung und Bildauswahl liegen allerdings bei mir und ich zeige hier nur was mir gefällt - und ich hoffe auch einigen Lesern). 

Rasa en Détail für den BUTLERS Gartenkatalog 2015 / Bildquelle homify.de

Weiße Klappmöbel mit vielen bunten Blumen - eine romantisch und fröhlich wirkende Gestaltung für Blumenliebhaberinnen.
Das ist fast der Stil meiner "Mitbewohnerin" in der untersten Etage, auf ihrer Terrasse sieht es ähnlich aus. (Und ja, die Frau ist Designerin ;-) ) 

Den kleinen Hängetisch für die Freiluft - Kaffeepause oder die Teestunde im Grünen finde ich nicht nur sehr praktisch, sondern auch vom Design her gelungen. Hier passt er sich mit seiner reduzierten und modernen Gestaltung ganz selbstverständlich einem verschnörkelten Eisengeländer an, ich schätze er macht sich zu jedem Stil gut sofern die Breite des Geländers passt.




Grundlegend ist ja zunächst der Boden - ein Bodenbelag aus einem stabilen natürlichen Material schafft gleich eine gemütliche Atmosphäre. Die Bambusplatten, die hier im Klicksystem verlegt werden, können beim Umzug ohne Probleme wieder mitgenommen werden. 

Boden von Bamboo for you / Bildquelle homify.de

Ist der Boden fertig, geht es je nach Bedürfnis der Bewohner entweder mit dem Sichtschutz oder den passenden Möbeln weiter. Dazu habe ich zwei Möglichkeiten gefunden, die beides vereinen. Das obere  Möbel bietet Sichtschutz, Pflanztrog und wenn "ausgezogen" Sitz- oder Abstellfläche in einem. Hier steht das Teil etwas zusammenhanglos herum, aber ich denke es lässt sich besonders gut auf einem kleinen Balkon verwenden.

Design: Conforti Tina Designer / Bildquelle homify.de

Diese eigentlich für den Garten gedachte Koje von Wittekind Möbel fände ich auf einem Balkon auch sehr gemütlich - man könnte sie so aufstellen, dass es Windschutz oder eben Sichtschutz bietet oder aber so, dass morgens oder abends die Sonne hinein scheint und man es draußen schön warm hat. In wärmeren Lagen wird man vielleicht mehr Wert auf den Schatten legen, die diese Koje spenden kann. Auf jeden Fall bietet sie ein lauschiges geschütztes Plätzchen. Vielleicht eine gute Idee als massgefertigtes DIY Projekt?


Bildquelle Wittekind Möbel UG 

Für kleine Balkone gibt es Tricks bei der Auswahl der Möbel - zum Beispiel machen transparente, filigrane Möbel den Eindruck einer größeren Fläche weil der Platz nicht gleich so voll wirkt. 


Balkontisch von Clément Lagneau / Bildquelle homify.de

Dieser flexible Tisch des französischen Designers Clément Lagneau wird zusammengeklappt zu einem mobilen Kräutergarten 

flexibler Balkontisch von Clément Lagneau / Bildquelle homify.de


Möbel, die man zusammenklappen, stapeln oder zusammenschieben kann halten den Platz flexibel - hat man viele Gäste, gibt es auf dem Balkon eben eine Stehparty mit Abstellmöglichkeiten, oder es geht einfach darum an einem sonnigen Tag den Wäscheständer rauszustellen ohne dass man sich zwischen den Gegenständen durchwinden muss. Im Zweifel ist der klassische Biertisch mit einer oder zwei Bänken dazu nicht die schlechteste Lösung, vor allem aber eine preisgünstige.

Für SEHR kleine Balkone gibt es ein paar nette Ideen, die irgendwo zwischen Möbel und Accessoire anzusiedeln sind. So diese kleinen Kunststofftischchen mit eingebauter Grünzone, die sich vielseitig verwenden lassen. Die nächsten beiden Bilder zeigen den Geländertisch Rephorm von Xact Solutions GmbH, Bildquelle wie alle anderen homify.de. 




Wer mag, kann sich an die Ecken ja reine Pflanztöpfe hängen und sie passend zur Jahreszeit bepflanzen. Gerade im Vorfrühling ist dieses Teil mit ein paar Hornveilchen oder wie hier mit Primeln bepflanzt ein stimmungsaufhellender Hingucker.

"Eckling" von Rephormhaus / Bildquelle homify.de


Zum Abschluss hätte ich noch zwei sehr platzsparende Futterstationen für die Vogelwelt , einfach an der Ecke oder aber an der  Glasscheibe angebracht.

"birdhouse DIN A4" von Olaf Riedel /Bildquelle homify.de

Transparentes Vogelhaus von Radius Design, Bildquelle homify


Wer mehr Ideen und Inspirationen sucht sollte sich hier einmal umschauen - unter über 5000 Bildern zum Thema Balkon, Veranda und Terrasse gibt es bei Homify noch Einiges zu entdecken. 
Über Pflanzen und Töpfe geht es dann später einmal in einem anderen Beitrag. 
Viel Spaß bei der Gestaltung von Balkonien! Und wer Ideen zur Gestaltung hat oder einfach Anmerkungen zum Thema, ich freue mich über Kommentare.

Freitag, 15. Mai 2015

Neue Entdeckungen beim Staudengärtner

Nachdem der eigene Garten nach dem Urlaub inzwischen wieder ganz "gut in Schuss" ist, habe ich mich am Mittwoch auf den Weg in die Lieblingsgärtnerei nach Illertissen gemacht. Die Idee war, dort Strauchpfingstrosen zu fotografieren, nachdem meine Exemplare gerade so schön blühen und für die nächsten Tage schlechtes Wetter angesagt ist. Es kam dann nicht wie geplant, aber der Ausflug hat sich dennoch gelohnt.
Jedes Mal schleiche (und fotografiere) ich um den Etagenschneeball Viburnum plicatum herum, er ist mit seinen waagerecht ausgerichteten Zweigen einfach immer schön. Nur leider weiss ich nicht, wo ich diese prächtige Pflanze unterbringen könnte - mit etwa zwei Metern ist die Höhe zwar moderat, aber er wächst ausladend in die Breite. 

Viburnum plicatum mariesii 


Zunächst habe ich mir die Hosta im Mutterpflanzenquartier angesehen, die zur Zeit in leuchtender Frische völlig verschont von Hitze, Hagel und sonstigen möglichen Schäden dastehen. Hier einige Beispiele:

Hosta Hybride 'Clifford's Forest Fire'

Hosta Hybride 'Orange Marmelade' 

Hosta Hybride 'Gypsy Rose' 

Hosta Hybride 'Night before Christmas' 

Besonders die 'Gypsy Rose' hat es mir angetan, sie würde so gut zu meiner Sammlung von 'Striptease' Abkömmlingen passen - aber der Platz wo sie stehen ist eigentlich voll. Andererseits klingt "sehr wüchsig und gesund, heller Standplatz" sehr verlockend, sie kommt zumindest auf die Merkliste.

Vom Schattengarten ging es weiter zum Versuchsquartier und dem mediterranen Hügel mit den Iris. Für die meisten hohen Sorten war es noch zu früh, aber Iris barbata nana und media waren schon aufgeblüht, ebenso die frühe Iris germanica 'Florentina'. Die folgenden Sorten haben mir besonders gut gefallen:

Iris barbata media 'Morgendämmerung' 

Duftende Iris barbata media 'Vamp'

Iris barbata media 'Helen Proctor' 
Neben der dunklen 'Helen Proctor' steht ein großer Busch 'Colakraut' (Artemisia procera), der von der Optik sehr schön zu den Iris passt und die gleichen Ansprüche hat. Das zumindest kann ich daheim umsetzen! 

Iris barbata nana 'Dark Vader' 

Eine neue Entdeckung war die Iris germanica 'Florentina' nicht, aber die Kombination mit dem blühenden Thymian, wie sie auch auf Wildstandorten in der Toskana vorkommt fand ich so schön, dass diese Bild hier auch einen Platz bekommt. 



Auf dem Weg in Richtung Pfingstrosen fällt der leuchtende  Goldhopfen (Humulus lupulus 'Aureus') an dem Holzzaun ins Auge. Wenn ich so einen Zaun hätte…



Nun, die Strauchpfingstrosen waren noch nicht so weit… ich hatte nicht bedacht, dass meine blühenden Exemplare alles Rockii-Hybriden sind und die wie Stauden wachsenden intersektionellen Hybriden noch eine Weile bis zur Blüte brauchen. 
Umso mehr Zeit blieb für Erkundungen in den Gewächshäusern bei den verkaufsfertigen Pflanzen. Dabei entdeckte ich zwei weitere dunkellaubige Silberkerzen-Sorten, Cimifuga simplex 'Chocoholic' und 'Giant Strain'. Letztere Sorte wird über zwei Meter hoch und ist am passenden Platz bestimmt sehr eindrucksvoll. Ich hoffe, bei meinem nächsten Besuch sind noch welche übrig, falls ich einen Platz dafür finde. Ebenfalls interessant fand ich Lysimachia atropurpurea, den Purpur-Felberich. Das Blattwerk ist ganz anders als man es von Felberich kennt, graulaubig und sehr feine schmale Blätter. 
Im Verkaufsbereich der Schattenstauden sind zur Demonstration etliche große getopfte Hosta aufgestellt, eine gute Orientierungshilfe da man die Pflanzen in den kleinen Töpfen hinsichtlich ihrer späteren Wirkung kaum beurteilen kann.

Auf dem Weg Richtung Café und Museum fiel mir noch dieses gerade in schönes Licht getauchte Stillleben im "Schrottgarten" auf.


Eigentlich bin ich kein Fan von Schrott im Garten, aber diese Szenerie hat mir dennoch gefallen.
Mit großer Selbstbeherrschung fiel der Einkauf moderat aus, ein kleines Kistchen reichte leicht - aber der Wunschzettel ist schon wieder um einiges länger geworden.



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