Gartenkunst oder Wege nach Eden

Gartenkunst

Gartenkunst geht über die Nutzbarmachung von Land hinaus zur ästhetischen Gestaltung - sie ist die Verbindung von gärtnerischer Arbeit und künstlerischer Kreativität


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Sonntag, 22. Januar 2017

Samenfest bei Rapunzel in Legau

Am Samstag, den 21. Januar fand bei Rapunzel in Legau das "Samenfest" statt. Für mich war es die erste Saatgutbörse die ich besuche - da ich in meinem Garten bisher von wenigen Ausnahmen abgesehen ohne eigene Aussaaten arbeite, war es für mich nicht so interessant. 
Hingefahren bin ich wegen Andrea Heistingers sehr informativen Seminar zum Thema "Kräuter richtig anbauen" in dem es vorwiegend um die verschiedenen Lebensbereiche der Kräuter ging. 
Danach schaute ich in die große Halle, wo für mich überraschend viele Anbieter von biologischem Saatgut ihre Stände aufgebaut hatten. Bekannte Firmen wie die Demeter Erzeuger Bingenheimer Saatgut und Sativa hatten ein riesiges Sortiment mitgebracht, aber auch kleinere Betriebe und einzelne Gärtner waren mit einer großen Auswahl an eigenem Saatgut vertreten.



Auch das Angebot an Büchern war sehr verlockend... die Buchhandlung Kappler (Leutkirch) hatte eine interessante Auswahl an Gartenbüchern mitgebracht, Andrea Fischer vom Himmel & Erde Versand hatte neben Saatgut vorwiegend vegetarische und vegane Kochbücher dabei.


Auf dem unteren Bild Saatgutkisten von Klaus Lang aus Wolfegg,


dessen Präsentation von Bohnensorten und alten Getreidesorten mich in den Bann zog. Ich muss zugeben, dass mir zum ersten Mal klar wurde, dass es mehr Sorte der besonders robusten Feuerbohnen gibt als man im "normalen" Saatguthandel bekommt.


Von Klaus Lang erfuhr ich, dass er die verschiedenen Getreidesorten per Hand (bzw. mit einem Dreschflegel in der Hand...) in einem Kopfkissenbezug drischt und nachher mit Sieben reinigt. Gut zu sehen war, dass die Körner vieler alten Urgetreide sich kaum vom Spelz trennen lassen.


Margot Paucke (Bild unten) ist in der Allgäuer Permakulturszene (siehe ReWig Allgäu) bekannt - hier sie bietet Saatgut aus ihrem Selbstversorgergarten in Heuwang (Unterthingau) an. Im Winter gibt die quirlige Gartenexpertin Kurse für biologischen Gartenbau.


Die Allgäuer Holzbildhauerin Lucia Hiemer (im Bild unten ganz rechts) ist nicht nur eine gefragte Künstlerin, sondern inzwischen auch engagierte (Permakultur)Gärtnerin und hatte ebenfalls eine reiche Auswahl an Blumen- und Gemüsesaatgut aus dem eigenen Garten dabei.
Foto: Rapunzel
Regionaler als bei diesen drei Quellen kann man im Allgäu wohl kaum Saatgut erwerben. 

Hier ein Link zu Videoaufzeichnungen der Vorträge der Veranstaltung: http://www.rapunzel.de/samenfest

So groß war der Andrang beim Samenfest.. rechts Klaus Lang an seinem Stand. Foto: Rapunzel
 

Die nächsten Saatguttage in der Region:

25. Februar 2017: Bio-Saatgut-Tag in der Bio-Gärtnerei Christian Herb in Kempten von 8.30-14.00

4. März 2017: 1. Oberschwäbisches Saatgut-Festival in Bad Schussenried, Stadthalle, Schulstr. 22

12. März 2017: 4. Dinkelsbühler Samenfest (ok, das ist nicht mehr ganz regional aber sicher einen Besuch wert)

8. April 2017: Saatgut-, Regio- u. Ökomarkt in Illertissen in der Schranne und auf dem Schrannenplatz mit dem Schwerpunkt Chili und Bienen. 9.00-17.00

Wer noch mehr Veranstaltungen kennt, ich freue mich über Kommentare...

Eine gute Zusammenstellung von Bezugsquellen für Bio-Saatgut hat Eva Schumann bei "Tinto bloggt" zusammen gestellt:
Wo kauft man samenechte Sorten - Biosaatgut - alte Sorten

und ebenfalls die andere Seite:

Monsanto in meinem Garten
und "Monsanto als ungebetener Gast im Garten"

Danke an Martina Meidinger für diesen interessanten Link:
https://www.nutzpflanzenvielfalt.de/termine

Sonntag, 21. Februar 2016

Schneeglöckchenzeit

Seit Wochen blühen die Schneeglöckchen nun als erste Frühlingsboten in Deutschland. Die ersten sind schon da, sobald der Schnee schmilzt. Auf dem Bild ein paar ganz "einfache" Galanthus nivalis in meinem Garten im Allgäu. Bis zum letzten Jahr waren Schneeglöckchen für mich einfach Schneeglöckchen und ich hörte am Rande von dem Kult, der sich um den kleinen Winterblüher entwickelt hat. Ab Februar ging es bei meinen Facebook-Gartenfreunden bevorzugt um dieses Thema. 

Foto© Barbara Ehlert 2014

Dieses Jahr gibt es nicht viel Schnee, und die Glöckchen entwickeln sich ganz frei auf dem Rasen

Foto© Barbara Ehlert 2016
Foto© Barbara Ehlert 2016


Anfang März vor zwei Jahren besuchte ich die Helleborustage im Hortus Janke in Hilden und schaute mir natürlich den ganzen Garten an. Im Schattengarten fielen mir Tuffs von sehr schönen großblumigen Schneeglöckchen auf. Es handelte sich um die früh blühende Sorte 'Bill Bishop', die sich dort so prächtig entwickelt hat. Dieses Schneeglöckchen mit den großen Blüten ist sehr wüchsig und gilt als gute, unkomplizierte Anfängersorte. Es stammt aus dem Garten des Schneeglöckchenspezialisten Bill Bishop in Herefordshire.

Galanthus 'Bill Bishop' Foto© Barbara Ehlert 2014


Galanthus 'Bill Bishop' Foto© Barbara Ehlert 2014

Neben einigen Helleborus-Pflanzen nahm ich am Stand von 'Evolution Plants' nach Beratung durch den netten Gärtner (es sollte robust sein, wüchsig und nicht so teuer) mein erstes "Sortenschneeglöckchen" mit - Galanthus elwesii 'Maidwell L'. Es ist eine Sorte von Oliver Wyatt aus seinem Garten Maidwell Hall und wird laut Galanthomanie.de inzwischen unter dem Namen 'Midwinter' verkauft.
Es hat sich bis jetzt sehr schön entwickelt, obwohl der Tuff noch klein ist, ist er schon ein richtiger Hingucker.  


Galanthus elwesii 'Maidwell L' Foto© Barbara Ehlert 2016


Im Herbst habe ich noch ein Tütchen mit Zwiebeln von Galanthus nivalis 'Flore Pleno' vergraben, die inzwischen ihre Blätter zeigen aber sich mit der Blüte noch Zeit lassen. Eigentlich soll man die Glöckchen ja "in the green" direkt nach der Blüte pflanzen weil die Zwiebeln schnell austrocknen, aber in diesem Fall scheint es geklappt zu haben.
Leichtsinnigerweise bin ich in diesem Winter nicht nur der FB-Gruppe "Zwiebelzauber", sondern auch noch den "Galanthusfreunden" beigetreten. Was soll ich sagen, die erste Bestellung an neuen Schneeglöckchensorten ließ nicht lange auf sich warten, und dank des milden Wetters konnte ich im Februar 'Brenda Troyle', 'Hippolyta', 'Straffan', 'Sir Herbert Maxwell', 'James Backhouse' und die 'Blonde Inge' im neu deklarierten Schneeglöckchenbeet ansiedeln. Meine stammen aus der Staudengärtnerei Thomas Eidmann, die Sortenliste kann man sich schicken lassen. Nun heisst es warten wie die Schätzchen sich bis nächstes Jahr entwickeln…


'Maidwell L' oder nun 'Midwinter' zeigt ein grünes X unter dem Röckchen Foto© Barbara Ehlert 2016


Einige meiner Gartenfreunde haben sich am Wochenende auf dem Sneeuwklokjesfeest in der Gärtnerei De Boschhoeve in Holland getroffen (Erkennungsmerkmal: die Schneeglöckchenmütze) und Lis vom Lindenhof hat zum Schneeglöckchenkaffee eingeladen. Und sie fragt sich, ob sie inzwischen von der Galantophilie befallen ist… (Lis, ich glaube wir bewegen uns in eine ähnliche Richtung, und ich fürchte, es ist ansteckend!)
Apropos Galantophilie, die hat in England schon eine lange Tradition und wurde zwischen 2004 und 2009 durch gartenreisende Staudenfreunde nach Deutschland eingeschleppt (siehe Galanthour). Seitdem verbreitet sie sich auch hier in rasendem Tempo und findet laufend neue "Opfer". Befallene Gartenfreunde müssen inzwischen nicht mehr ins "Mutterland" reisen oder dort bestellen. In Deutschland entstehen Jahr für Jahr neue Galanthus-Events und etliche Gärtnereien bieten inzwischen auch bei uns Futter für die schöne Sucht. Der bescheidene Schneeglöckchenliebhaber findet zahlreiche schöne und relativ preisgünstige Sorten, wobei der unbefallene Hobbygärtner vermutlich schon den Preis von an die zehn Euro pro Zwiebel für völlig irrsinnig hält. Aber das ist eine Frage der Relation - eingefleischte Sammler legen für besonders begehrte Sorten auch mehrere hundert Euro hin.

Die Gartenfotografin Lisa Valider zeigt, wie man schöne Fotos von den Winzlingen macht - es ist eindeutig schwieriger, als Tulpen oder Pfingstrosen ins rechte Bild zu rücken! Siehe
"How to create beautiful photos of snowdrops"


Galanthus nivalis und Winterlinge - eine tolle Kombination! Foto© Barbara Ehlert 2016


Wer nun Lust hat, sich mit der Vielfalt der Schneeglöckchen näher zu befassen, es gibt in der nächsten Zeit einige Möglichkeiten Märkte in Deutschland zu besuchen:
20./21.02. Schneeglöckchenmarkt Kloster Ihlow, Ostfriesland
27./28.02. Oirlicher Schneeglöckchentage, 41334 Nettetal
5./6.03 Schneeglöckchentage im Luisenpark Mannheim
5./6.03. Schneeglöckchentage von Ehren, Hamburg
12.03. 11-17.00 Schäferei Stücke, 32584 Löhne Westfalen
für den  Schneeglöckchenmarkt beim Kloster Ihlow in Ostfriesland am 20./21.02. ist es etwas zu spät, aber vielleicht dann im nächsten Jahr

Buchtipps zur Orientierung:





"Schneeglöckchen - Zauber in Weiß" von Günter Waldorf zeigt 300 Sortenporträts mit Bild
"Das Schneeglöckchen ABC" von Maria Mail-Brandt stellt 800 Sorten und Wildarten vor
(Amazon Affiliate Links mit Blick ins Buch bei Klick auf die Bilder)




Und wer von Schneeglöckchen gar nicht genug bekommen kann, ich habe hier von Schneeglöckchenservietten, einem Schneeglöckchenstempel und Schneeglöckchenohrringen ein paar nette Dinge zusammen gefasst...





Bei weiterer Suche habe ich festgestellt, dass es noch viel, viel mehr Objekte zum Thema Schneeglöckchen gibt als ich mir vorstellen konnte. Deckenleuchten, Mousepads, Handytaschen, Gartenfiguren, Tischläufer aus Plauener Spitze und noch so einiges mehr. Man braucht also nicht wirklich einen Garten, um die Schneeglöckchenzeit zu feiern, sondern kann gleich nach dem Abräumen der Weihnachtsdekoration auf Schneeglöckchen umsteigen. Und in der Kombination Osterhase und Schneeglöckchen geht es dann fließend weiter. Aber seht selbst…










Freitag, 20. November 2015

Das geheime Leben der Pflanzen - Illertisser Forum 2015

Das Illertisser Forum fand dieses Jahr am 18.11. unter dem Motto "Das geheime Leben der Pflanzen"(…und was wir Menschen damit zu schaffen haben) im Museum der Gartenkultur statt.
Warnung, hier gibt es (zu?) viel zum Lesen…
Gleich zu Anfang lud der "Vollblutbiologe" Dr. Michael Schwerdtfeger, Kustos des alten botanischen Gartens in Göttingen, die Zuhörer auf eine
"Weltreise durch die schillernde Welt der Blütenökologie" ein.


Foto© Sabine Spiegler 2015
Über den Bauplan (die Zahl und Anordnung der Staub-, Kelch- und Blütenblätter), durch den die verschiedenen  Pflanzenfamilien bestimmt werden, den Gestalttyp - von den Scheiben- oder Schalenblüten (Geranium, Erdbeere u.a. Rosengewächse), den Glockenblumen, den Röhrenblüten (Fuchsie, Kniphofia), Pinselblumen (z.B. Akazien, Mimosen), den Stichtellerblumen (Heidenelke, Phlox), den Lippen- und Rachenblühern, Fahnen- (Ginster, Lerchensporn) und Köpfchenblumen ging es zu den blütenökologischen Stiltypen.
Den einfachsten Bauplan hat z.B. die ursprüngliche Geraniumblüte mit je fünf Kelch-. Blüten-, Staub- und Fruchtblättern.

Geranium -  die einfachste Blüte Foto© Barbara Ehlert 2015
Das hätte eine zähe Biologiestunde werden können, dank des anschaulichen und humorvollen Vortagsstils des Dozenten war es jedoch eine spannende Reise zu den Geheimnissen der Blütenpflanzen. Anhand der "Stiltypen" kann  auch der botanische Laie recht schnell feststellen oder zumindest vermuten, von welchen Tieren die Blütenpflanzen bestäubt werden - so gibt es typische Bienen-, Tagfalter-, Nachtfalter-, Fliegen-, Käfer- und, wenn auch nicht in Europa, Vogel- und Fledermausblumen.
Die Bienenblumen bieten ihren begehrten Gästen viel Pollen oder sehr konzentrierten Nektar (ersteres dient dem Nachwuchs, zweites als "Flugbenzin" der Insekten). Sie machen mit freundlichen Farben und/oder freundlichen Düften auf sich aufmerksam. Rein rote Blüten sind bei uns in der Natur selten, da die Insekten diese Farbe nicht so wahrnehmen können.
Tagfalterblüten sind häufig rötlich, rosa oder violett und haben wie Disteln, Verben, Lantanen enge dünne Röhren, passend zu den Saugrüsseln der Falter. Nachtfalterblumen hingegen blühen abends in hellen Farben auf. Aufgelöste Formen, Schlitze in der Blüte und ein starker Duft sind auf die Wahrnehmungsfähigkeit der Nachtfalter abgestimmt. Nachtkerzen, Engelstrompeten, Petunien und Tabak sind bekannte Beispiele für diesen Stiltyp.
Fliegenblumen zeichnen sich durch morbide Farben und einen für Menschen eher abstoßenden Geruch aus (Aronstab, Titanwurz).

Strelitzienblüte Foto© Barbara Ehlert 2015


Leuchtend rote Blumen sind häufig "Vogelblumen" - zum Beispiel Canna indica und auch Strelitzien setzen auf die Bestäubung durch Nektarvögel. In den Tropen gibt es auch Fledermausblüten, die sich auf die "Kolibris der Nacht" eingestellt haben. Da ihre Bestäuber sie nicht sehen, sind die Farben der Blüten eher trübe, grünlich-bräunlich, sie machen sich durch spezielle, häufig gemüseartige Düfte und besonders exponierte Blütenstände bemerkbar.


Blüten, die weder durch Duft, noch durch Schönheit oder ein reiches Angebot an Nektar prunken sind darauf auch nicht angewiesen - sie setzen auf Windenergie. Eichen, Buchen und Brennnesseln zählen zu den "Windbestäubern".
Wer sich in das interessante Thema der Blütenökologie vertiefen möchte, Dr. Schwerdtfeger hat dazu ein Buch geschrieben, das just am Tag des Gartenforums ausgeliefert wurde. (Klick auf das Bild führt zum Amazon Link)
Der Link zu Dr. Schwertfegers Webseite: Der Vollblutbiologe

Nach dieser furiosen Weltreise durch das Blütenreich ging es im zweiten Vortrag etwas beschaulicher und regionaler weiter. 


Foto© Sabine Spiegler 2015

Thomas Janschek, der hauptberuflich für die Qualitätssicherung von Hopfen zuständig ist, erzählte von
Symbolik und Brauchtum um Pflanzen.
Nicht nur Nahrung und Heilung, auch Schutz und Transzendenz werden seit jeher mit der Pflanzenwelt in Verbindung gebracht. Pflanzen, besonders Bäume, gelten als Vermittler zwischen Diesseits und

Foto© Barbara Ehlert 2015
Jenseits. Der Baum als Ursymbol findet sich als Erleuchtungsbaum bei den Buddhisten, als heiliger Baum von Eridu in Mesopotamien, als nordische Weltenesche Yggdrasil und im Christentum als Baum der Erkenntnis. Die Alchemisten und auch Hildegard von Bingen sahen die Pflanze als "alles verbindende Grünkraft". Wie viele Gärtner der heutigen Zeit mögen wohl diese Ansicht teilen?
Zahlreiche Geschichten um historische Dorflinden machen die Verbundenheit der Menschen zu besonderen Bäumen deutlich.
Im Rupertiwinkel gab des den  Brauch des "Baumbusselns" und "Baumweckens" - Kinder wurden am Dreikönigstag auf die Obstbäume gehoben, die sie dann umarmten, die Rinde küssten und um eine gute Ernte baten.
Der verbreitete Brauch des Räucherns, der heute wieder häufiger ausgeübt wird, bewirkt nicht nur eine tatsächliche "Reinigung in der Vertikalen", sondern wird auch als "Verbindung in der Vertikalen" gesehen - so wie im katholischen Gottesdienst der Weihrauch eingesetzt wird.
Mit Janscheks volkskundlichen Betrachtungen der Pflanzenwelt könnte man sicher eine ganze Vortragsreihe füllen. Über diesen Link kann man an seinem Wissen teilhaben und Bücher aus seiner Reihe "Von Baum zu Baum" bestellen.

Den dritten Vortrag des Vormittags hielt Jörg Pfennigschmidt, der sicher allen Lesern der "Gartenpraxis" durch seine Glossen auf der letzten Seite bekannt ist. 
"Zwischen Gartenbuddha und Kräuterschnecke: Die geheime Welt des Gartens" lautete sein Motto, unter dem er verschiedene Themen aus der Gartenwelt vortrug. Das erste: "Das geheimnisvolle Wachstum von Bäumen und wie man es vermeiden kann". 
Foto© Sabine Spiegler 2015
Mit drastischen Bildern, die, obwohl eigentlich zum Verzweifeln, doch in Verbindung mit den Kommentaren wahre Lachsalven im Publikum auslösten, stellte Pfennigschmidt die Frage, warum der Satz "Die schneidet mein Mann" für so viele Gehölze das Verderben bedeutet. Männer, die traditionell für´s Grobe, Krawall, Lärm und Technik zuständig sind, haben das eben einfach im Gefühl wie man einen Baum schneidet, auch wenn die Fichtenhecke nachher aussieht als wenn kurz dahinter ein Airbus abgestürzt wäre. Typische Beispiele des verbreiteten Hausmeisterschnitts, Marke halbrund in Kopfhöhe des ausführenden Übeltäters, illustrierten was der Gartenbesitzer zu erwarten hat, wenn er seine Gehölze den Fachmännern eines "RuckZuck (und rundum)  Haus und Gartenservice" anvertraut. (Schlimm genug, nur hier haben wir auch häufig die nicht gezeigte "Atompilzvariante" - unten schmal, oben breiter und abgerundet, denn dann gibt es mehr Platz für Rasen…). 
Schön das Thema "Gartenbesichtigung" - warum in einem sehenswerten Garten morgens um halb zehn bei Nieselregen ein Tisch mit zwei Weingläsern, einem aufgeschlagenen Gartenbuch, einem Mörser mit Lavendel dekoriert ist, das Ganze noch mit ausgestreuten Rosenblättern garniert. Ob der Besucher glauben soll, der Hausherr habe soeben den Wein dekantiert, seine Frau habe ihm gerade aus dem Gartenbuch vorgelesen und derweil etwas Lavendel gemörsert, bevor sie eilten die Besucher zu empfangen? 
Vielleicht eine Land- Zeitschrift aus dem inzwischen überbordenden Angebot zu viel gelesen? Der ultimative von Pfennigschmidt beanspruchte Titel jedoch fehlt noch… Land Unter. Wo wir von den neu zu entdeckenden alten Heringsrassen läsen und die besten Pflanztipps bei Ebbe erführen. 
Im Reich der Stauden würde Pfennigschmidt sich als "ortsfeste Begleitstaude mit geringem Geselligkeitsbedarf" einordnen, dennoch zeigte er sich live vor Publikum als begabter Entertainer. 
Zu recht bemängelte er, dass Gärtner einfach nicht als sexy gelten - sie sind unter den 250 beliebtesten Berufen nicht zu finden (also, bei den Frauen begehrte Männer nach Beruf aufgelistet…). Da wäre wirklich noch Luft nach oben. 

Der Garten der Färbepflanzen Foto© Barbara Ehlert 2015

Nun war es Zeit für die Mittagspause - anstatt Gulaschkanone gab es riesige Töpfe mit einem kräftigem Eintopf aus "Albleisa" und Gemüse. Überdies die Gelegenheit, die Ausstellung "Scharfe Sachen - die Geschichte der gärtnerischen Schneidegeräte"  im Museum der Gartenkultur anzusehen, an einer Führung mit Dieter Gaissmayer durch die Museumsgärten und den Schaugarten der Gärtnerei teilzunehmen und Tomatensaatgut von Michael Schick zu erwerben oder skurrile Samen von Eckehard Schautz zu bestaunen.
Vom Nachmittagsprogramm erzähle ich vielleicht später noch in einem anderen Post…
Das Bild unten zeigt Dieter Gaissmayer, der ein Herzensprojekt erläutert: "Entsteint euch". Gartenbesitzer dürfen dort ihre Steine aus den Vorgärten abliefern. Bis jetzt hat leider noch niemand die Gelegenheit wahrgenommen.

Foto© Barbara Ehlert 2015


Montag, 6. April 2015

"Scharfe Sachen" - Ausstellung im Museum der Gartenkultur in Illertissen


Am Samstag den 11.04. wird in  Illertissen im Museum der Gartenkultur die Ausstellung 
"Scharfe Sachen - Die Geschichte der gärtnerischen Schneidegeräte" eröffnet. Da es einen ausführlichen Pressetext dazu gibt, veröffentliche ich diesen ohne weitere Bearbeitung. Besonders interessant ist auch das Begleitprogramm während der Zeit der Ausstellung, die bis zum 13. September 2015 läuft. Hier wird in Vorträgen und Workshops  praktisches Gärtnerwissen über Schneidegeräte und Schneidetechniken vermittelt.
Am Eröffnungstag findet auch der große Gartenflohmarkt 
"Kraut & Krempel"auf der Jungviehweide vor dem Museum statt. 



Gartenscheren aus Frankreich, ca 1925 


Geöffnet:
Dienstag bis Sonntag
11 bis 18 Uhr
(gültig für die Ausstellung „Scharfe Sachen“)

Eintritt
Erwachsene 4,00 Euro ermäßigt 3,00 Euro, 
bis 16 Jahren freier Eintritt
Am Eröffnungstag führt Sammler und Kurator Wolfgang Hundbiss um 14 Uhr durch die neue Ausstellung. Regelmäßige Führungen werden freitags um 16 Uhr, buchbare Rundgänge ab zehn Personen nach vorheriger Anmeldung unter Telefon (07303) 9524747 angeboten. Nach Voranmeldung für Gruppen (bis 20 Personen) Aufschlag 1,00 Euro/Person


Zwei Heckenscheren aus England, ca. 1950


Aus dem Pressetext zur Ausstellung:

Klinge, Schneide oder Sägeblatt – gutes Werkzeug mit Schärfe ist für die Arbeit im Beet oder am Obstbaum unentbehrlich. Durch die große Vielfalt und Geschichte der gärtnerischen Schneidegeräte führt die neue Ausstellung „Scharfe Sachen“ im Museum der Gartenkultur. Gezeigt werden rund 800 Exponate aus der Museumssammlung historischer Gartengeräte, vorwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Scheren, Messer, Sicheln und Sägen, in den unterschiedlichsten Formen und mit bemerkenswerten technischen Raffinessen ausgestattet, geben auch einen Einblick in eine stetig weiterentwickelte Garten- und Werkzeugschmiedekultur.
Die Entwicklungsgeschichte der gärtnerischen Schneidegeräte ist so alt wie die Geschichte der Pflanzenkultur durch den Menschen überhaupt. Beginnend mit den ersten bäuerlichen Kulturen in der Jungsteinzeit nutzten Menschen Sicheln mit hölzernen Griffen und Schneiden aus Feuerstein. Die Herstellung von Klingen aus Metall, zunächst aus Bronze, später aus Eisen, markiert einen bedeutenden technischen Fortschritt. Der römischen Antike verdanken wir die Erfindung der Veredelungstechniken von Weinreben und Obstbäumen mit den dazugehörigen Hippen und Sägen. Vergleichsweise spät fanden die verschiedenen Scherenformen Eingang in die Gartenkultur. Hecken- und Raupenscheren sind seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar, die klassische Gartenschere, auch Baum- oder Rosenschere genannt, wurde erst im frühen 19. Jahrhundert erfunden.
Die Sammlungsstücke des Museums der Gartenkultur vermitteln nicht nur einen guten Eindruck von der oft mühevollen Arbeit in Feld und Garten, sondern geben auch einen Einblick in die hohe Handwerkskunst und den erstaunlichen Erfindergeist von Gärtnern und Werkzeugschmieden vergangener Zeiten. Von den ersten erhaltenen Sicheln und Messern mit hölzernen Griffen und Klingen über handgeschmiedete, reich verzierte Exemplare der Barockzeit bis hin zu technisch ausgereiften Schneidegeräten des 20. Jahrhunderts.
Gartenschere der Firma Pradines, Frankreich, 1925


 Begleitprogramm

Samstag, 20. Juni, ab 11 Uhr, Aktionstag zur Ausstellung
11 bis 15 Uhr „Schnuppermähen“
Die Wangener Sensenlehrer des SVD (Sensenverein Deutschland) Heiner Miller und Joe Sieber zeigen, worauf es beim Mähen mit der Sense ankommt. Besucher können ihre stumpfe Sense mitbringen und an diesem Tag kostenlos dengeln lassen.

13 bis 15 Uhr „Formschnitt? Ja, aber richtig!“
Ob Hecke oder freistehendes Gehölz - wer formieren möchte, sollte bestimmte Regeln. Der Formexperte Reiner Wahl zeigt, wie es geht.

15 bis 18 Uhr „Einführung in die Bonsai-Gestaltung“ 
Michael Wilhelm präsentiert einige große Bonsai. An einem Baum erfolgt eine kleine Einführung in die Bonsai-Gestaltung, die Anwendung von Schneide-Werkzeug, Gestaltung, Pflege, Düngung und weiteren Praxistipps. Interessierte Besucher dürfen gerne eigene Bonsai und/oder Problem-Bäume mitbringen; im Anschluss an die Gestaltung erfolgt eine Baumbesprechung.


Heckenschere „Kleines Wunder“, ca. 1920    

DICTUM-Workshops (mit Anmeldung und Kursgebühr):

Freitag, 22. Mai, 11 bis 16 Uhr „Bayerische Tapas“
Köstliche Kleinigkeiten vorzubereiten, mit Zutaten aus der Heimat für Ihr Event zu Hause, sind keine Zauberei. Christoph Hauser wird in diese Kunst einführen. Zusätzlich lernen und üben die Teilnehmer mit dem Dictum Schärf-Experten ihr mitgebrachtes Küchenmesser schonend und präzise zu schärfen.
Donnerstag, 28. Mai, 11 bis 18 Uhr „Sense und Sichel“ Umweltfreundlich und zugleich den ganzen Körper trainierend, erlebt das Mähen mit der Sense heute eine Renaissance. Doch der Umgang mit der Sense will gelernt sein. Der Kurs führt ein in das Dengeln des Blattes, Schärfen mit dem Wetzstein und endet mit Mähübungen. Gearbeitet wird mit hochwertigen Sensen von Schröckenfux. Teilnehmer können aber auch ihre eigene Sense mitbringen.
Samstag, 20. Juni, 11 bis 18 Uhr „Flechtwerke aus Weide“
Die Kursteilnehmer flechten unter fachkundiger Anleitung dekorative Objekte für Haus und Garten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Dabei lernen sie verschiedene Techniken kennen, unter anderem die Spiraltechnik. 

Donnerstag, 25. Juni, 11 bis 17 Uhr „Schärfen von Gartenwerkzeugen“ Erlernt wird das perfekte und werkzeugschonende Schärfen von Gartenscheren, Pflanzschaufeln, Hacken und Beilen von Hand und auf der Schärfmaschine.

Museum der Gartenkultur Jungviehweide 1
89257 Illertissen
Telefon (07303) 952 4747
kontakt@museum-der-gartenkultur.de
Für Ihre Fragen zur Ausstellung, Kontakt:
Wolfgang E. Hundbiss, 
Kurator Museum der Gartenkultur Telefon (07303) 9524747 
Mail w.hundbiss@stiftung-gartenkultur.org
Fotos, Copyright und Quelle Museum der Gartenkultur/Spiegler

Sonntag, 1. März 2015

Kehlener Gartengespräche No. 1

Am Samstag, den 28.02., lud die Gartengestalterin Gerlinde Sachs zum ersten Mal zu dem "Mini-Workshop" unter dem Titel "Kehlener Gartengespräche" in ihren privaten Garten in Meckenbeuren ein. Meckenbeuren liegt im Bodenseegebiet zwischen Tettnang und Friedrichshafen. Da im Allgäu am Freitag ausgiebiger Schneefall die ersten Schneeglöckchen und an manchen Stellen sichtbaren grünen Flecken wieder völlig zugedeckt hat ein willkommener Anlass, dem Winter für ein paar Stunden zu entfliehen. Erst kurz vor Tettnang wechselte das Bild von bis dorthin vorwiegend geschlossener Schneedecke zu einem frühlingshaften Eindruck.
Auch in Meckenbeuren hatte es am Vortag noch einmal geschneit, davon war aber bis Mittag bei angenehmen Sonnenschein nichts mehr zu sehen.
Statt dessen gab es in dem gut eingewachsenen Staudengarten der Gartenplanerin blühende Schneeglöckchen, Märzenbecher, vereinzelte Krokusse und voll erblühte Helleborus zu sehen. 

 © Barbara Ehlert 2015 

Auf dieser Fläche (oberes Bild links)  ist im Sommer kein Boden mehr zu sehen, hier wachsen vorwiegend Hosta, Herbstzeitlose (unten rechts am Bildrand die ersten Austriebe von Colchicum), Elfenblumen und Farne.

© Barbara Ehlert 2015 

Die Blätter von Galanthus woronowii ähneln denen der Märzenbecher © Barbara Ehlert 2015 


© Barbara Ehlert 2015 

 Helleborus mit vorjährigen Blättern, die bei der unteren Pflanzen ganz nach außen liegen

© Barbara Ehlert 2015 

Aber wir waren ja nicht nur gekommen, um uns an den Pflanzen zu erfreuen, sondern um Tipps für die Gartenpflege im Vorfrühling zu bekommen und uns über unsere Erfahrungen auszutauschen.
Zunächst präsentierte Gerlinde uns ein kleines Wunderwerkzeug:  Eine japanische Staudensichel - handlich, preiswert, effektiv und sehr scharf. Da ich mit ihrer letzten Empfehlung, einem japanischen Staudenmesser, beste Erfahrungen beim Umpflanzen gemacht habe, werde ich mir das bald anschaffen. (Über Manufaktum oder Gartenbedarfversand Ward).


Japanische Staudensichel © Barbara Ehlert 2015 

Diese Sichel ist für den Rückschnitt von fest verwurzelten Pflanzen wie Gräsern, Taglilien und Fette Henne hervorragend geeignet. Der Schnitt geht damit viel schneller als mit einer Gartenschere und schont die Hände der Gärtnerin. Wie schnell schmerzen die Sehnen nach stundenlanger Arbeit mit der Gartenschere…


© Barbara Ehlert 2015 

Beim Rückschnitt von Helleborus-Blättern vom letzten Jahr muss mit der Gartenschere gearbeitet werden. Ein Tipp der Praktikerin: im Herbst kann man Helleborus auch mit der Heckenschere (nicht zu tief) abmähen und sich so eine Menge Arbeit im Frühjahr sparen. Die Blätter legen sich im Winter auf die Seite und sind deshalb anders als bei vielen horstigen Planzen nicht wirklich ein Schutz für die Staude. 
Auch bei früh austreibenden Gräsern (wie z.B. dem Reitgras) und bei Farnen ist der Herbstschnitt mit der Heckenschere zu empfehlen um die Arbeit zu vereinfachen. Ausgewählte Exemplare die zu einem schönen Winterbild des Gartens beitragen sollten jedoch bis zum Frühjahr stehen bleiben. 
Wo Elfenblumen mit frühen Geophyten wie Schneeglöckchen vergesellschaftet sind, ist ein Herbstschnitt sinnvoll.  Die Frühlingsblüher haben häufig schon ausgetrieben bevor man dazu kommt die Elfenblumen zurück zu schneiden und man muss dann sehr vorsichtig vorgehen. Man kann auf den Rückschnitt der Blätter aber auch völlig verzichten wenn einen das alte Laub optisch nicht stört, den Pflanzen schadet das jedenfalls nicht.


© Barbara Ehlert 2015 

Das Farnlaub kommt nicht auf dem Kompost, da sich die Farne sonst später überall im Garten finden - das gilt allerdings nicht für alle Arten. Der zierliche Frauenhaarfarn ist da ungefährlich, er vermehrt sich im Garten durch kleine Ausläufer - eine dankbare Pflanze für die Vergesellschaftung mit Hosta. 
Dabei wird das Thema "was kommt auf den Kompost" angeschnitten - sehr grobes Material (wie Stängel von Astern und vielen anderen Stauden) kommt bei Gerlinde Sachs nicht auf den Kompost, da sie diesen nach etwa einem dreiviertel Jahr verwenden möchte. Das grobe Material braucht unzerkleinert sehr viel länger, und die Arbeit das Schnittgut zu schreddern möchte sie sich sparen.
Ein weiteres Thema an diesem Nachmittag war der richtige Rückschnitt von Sträuchern. Faustregel:
"Wenn der Strauch gut geschnitten ist, sieht man nicht dass er geschnitten ist". Stark wachsende Sträucher wie Hasel, Sommerflieder, Hartriegel, Forsythie und Perückenstrauch vertragen einen radikalen Schnitt, man kann sie sogar alle paar Jahre auf den Stock setzen und sie so verjüngen. Bei langsam wachsenden Sträuchern jedoch gilt, "was versäbelt aussieht ist im Wachstum nachhaltig gestört und oft ganz ruiniert". Überlassen Sie ihre wertvollen Sträucher keinem "Gartenpfleger"…haben Sie schon mal eine radikal geschnittene Magnolie gesehen? Das ist ein Anblick der dem Pflanzenliebhaber Tränen in die Augen treiben kann…und es braucht, wenn es überhaupt gelingt,  viele Jahre und eine kundige Hand ein derart verstümmeltes Exemplar wieder zu einem harmonischen Wuchs zu bringen.
Ein besonderer Liebling von Gerlinde Sachs ist der Tellerschneeball  Viburnum plicatum 'Watanabe', dessen Etagenform sie jedes Jahr vorsichtig herausarbeitet. 
Auch bei den Rispenhortensien geht sie seht gezielt vor. Manche Gärtner  schwören darauf, diese im Frühjahr bis auf 15 Zentimeter zu stutzen - das ergibt lange Neutriebe mit jeweils einer riesigen Blüte an der Spitze. Eine Form, die besonders in Holland sehr beliebt ist. Gerlinde hingegen schneidet die Rispenhortensien so, dass sich eine verzweigte, schöne Strauchform entwickelt. Dafür nimmt sie die kräftigen Triebe bis auf ein oder zwei Augen zur nächsten Verzweigung zurück, schwache Triebe werden entfernt. Bei dieser Methode bleiben die Blüten kleiner, der Strauch wird standfester.


Auch die Katze hilft beim Einkürzen mit © Barbara Ehlert 2015 

Nachdem wir uns noch über langlebige Tulpen, pflegearme b.z.w. "pflegefreie" Stauden (Waldsteinie, Frauenhaarfarn, Elfenblumen, Liorope…) und andere Erfahrungen ausgetauscht haben ist die Sonne verschwunden und es zieht uns heimwärts ins Warme. 


Weiterer Termine der Kehlener Gartengespräche auf der Homepage von Gerlinde Sachs unter Workshops



Dienstag, 24. Februar 2015

Gesucht: Die schönsten Gärten des Jahres 2016

Gerade bekam ich folgende Mail mit Bitte um Veröffentlichung - ab sofort bis zum 15.07.2015 werden die 50 schönsten Gärten des Jahres gesucht:



Der Callwey Verlag und Garten + Landschaft loben zum ersten Mal gemeinsam mit ihren Partnern, Mein schöner Garten, BGL Bundesverband Garten-, Landschafts-und Sportplatzbau e. V., bdla Bund Deutscher Landschaftsarchitekten,Kann GmbH und Schloss Dyck, den Wettbewerb GÄRTEN DES JAHRES aus und suchen die besten von Landschaftsarchitekten / Garten- und Landschaftsbauern gestalteten Privatgärten im deutschsprachigen Raum.



Der 1. Preis ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert, weitere Büros bekommen eine Auszeichnung. Die Zeitschriften Garten + Landschaft und Mein schöner Garten stellen die Siegerprojekte ausführlich vor. Die 50 besten Gärten werden außerdem in einem umfangreichen Bildband im Callwey Verlag veröffentlicht. Die Preisverleihung findet am 16. Februar 2016 auf Schloss Dyck statt.

Details auch unter www.gaerten-des-jahres.com

Foto©Barbara Ehlert 2014


Schöne Gärten wüsste ich schon, aber keinen der sowohl von einem Landschaftsarchitekten bzw. ausgebildetem Garten/Landschaftsbauern im deutschsprachigen Raum gestaltet wurde UND noch nicht  in einer Buchpublikation veröffentlicht wurde.

Wer ist stolzer Besitzer eines solchen Gartens oder hat einen geplant? 


Foto©Barbara Ehlert 2014




Dienstag, 18. März 2014

Helleborustage im Garten Janke

Helleborus werden immer beliebter, die "Helleborustage" kommen bei Gartenliebhabern nach dem Winter gut an - endlich wieder in Blüten schwelgen! 
Hier einige Impressionen von den Helleborus-Tagen 2014 im Hortus Janke in Hilden. Angeboten wurden im wesentlichen eigene Sämlinge - darunter viele schwarze und viele gefüllte. 




Helleborus 'Winter Sunshine'  




direkt vom Helleborus-Hügel in die Einkaufstüte

Cyclamen coum (Frühlingsalpenveilchen) mit Moos im Steintrog

Corydalis in Pink 

Diese Schönheit stand nicht zum Verkauf

Rundgang durch den Garten - wirklich  beeindruckend, wie schön ein gut angelegter Garten im Vorfrühling sein kann!





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